Männer,

es ist Super-Sunday !!! Wir Ihr Brust-behaarten sicherlich wisst, ist der Super Bowl das größte einzelne Sportevent der Welt. Auch die 42. Ausgabe des Spiels aller Spiele wird Rekorde brechen. Zum heutigen Feiertag möchte Euch Brossover daher einiges Wissenswertes zum Super Bowl XLII mitteilen:

  • Erste Bürgerpflicht:

Den Super Bowl im Fernsehen zu verfolgen ist in den USA erste Bürgerpflicht. Super Bowl XL zwischen den Pittsburgh Steelers und Seattle Seahawks sahen in den Vereinigten Staaten 141,4 Millionen Zuschauer im Fernsehen.Beim Super Bowl XLI zwischen den Indianapolis Colts und den Chicago Bears waren es 139,8 Millionen Zuschauer (darunter 42,2 Millionen Frauen). Beide Finalspiele zählen zu den drei meistgesehenen Sendungen der US-Fernseh-Geschichte. Interessantes Detail: Zur Teilnahme an der Präsidentschaftswahl 2004 fühlten sich weitaus weniger Leute verpflichtet (knapp 121,5 Millionen).

  • Konsum, Konsum, Konsum:

Anlässlich des Spiels finden auch 2008 voraussichtlich 7,5 Millionen Partys statt. 43,9 Millionen Gäste sollen dabei geladen sein. Auf der durchschnittlichen Super-Bowl-Party sind 17 Fans dabei, die Pizza-Dienste schieben Sonderschichten. An keinem anderen Tag im Jahr verbuchen sie mehr Umsatz, denn nach “Thanksgiving” ist der Super-Bowl-Sonntag der konsumträchtigste Feiertag. Geschätzt werden 14.500 Tonnen Chips und 4000 Tonnen Popcorn verschlungen.

  • Ein teurer Spaß:

Ein Super-Bowl-Besuch ist nichts für arme Schlucker. Die billigsten Tickets für die 42. Ausgabe kosten etwa 2700 Dollar, auf dem Schwarzmarkt noch viel mehr. Für bis zu 20.000 Dollar wechseln die Tickets den Besitzer. Und auch die Parkgebühren steigen in schwindelerregende Höhen. Für das Ticket sind 125 Dollar oder mehr fällig. Unser Favorit beim Super Bowl XLII: Das “Champions Circle”-Premium-Paket für 100.000 US-Dollar. Mit dabei sind zehn Tickets, ein Dinner mit einem Hall-of-Famer am Tisch, ein “Meet and Greet” mit Talkmaster Jay Leno und ein Überraschungsgeschenk.

  • Flimmerkiste:

Wer keine der begehrten Karten ergattern konnte, will das Spiel zumindest auf einem neuen HDTV-Gerät verfolgen. Schätzungen zufolge soll die Partie bei den Herstellern derartiger Flimmerkisten für einen Umsatzschub von 2,2 Milliarden Dollar gesorgt haben. Der übertragende TV-Sender nimmt während des Spiels pro 30-sekündigen Werbespot rund 2,7 Millionen Dollar ein.

  • Probleme mit der Klospülung:

Die US-Amerikaner sind dazu angehalten, ihre Toilettengänge über das Spiel zu verteilen. Wenn alle Fans zu Beginn der Halbzeitpause aufs Örtchen stürmten, bliebe das Spülwasser aus. Betroffen sind vor allem wasserarme Staaten.

  • Prämienflut:

Im Super Bowl geht es für die Spieler um weitaus mehr als Respekt. Zum Saison-Finale wird noch einmal mächtig abkassiert. Spieler des Sieger-Teams erhalten 78.000 US-Dollar Prämie, die Verlierer 40.000. Für den Gewinner entspricht das - umgerechnet auf die komplette Spielzeit - einem Minutenlohn von 1300 Dollar.
Bei einem Finalsieg hätten die Spieler der New York Giants in den Playoffs insgesamt 153.500 US-Dollar an Prämien eingestrichen. Bei den New England Patriots wären es “nur” 135.500 Dollar, denn sie durften in den Wild Card Games pausieren. Der Championship-Ring für die Gewinner ist weitere 5000 Dollar wert. 150 Stück werden im Siegerklub verteilt. Die Verlierer bekommen einen weniger prunkvollen Ring, der nur halb so viel wert sein darf wie der Championship-Ring.
Die Vince-Lombardi-Trophäe für den Meister wird übrigens auf 25.000 Dollar geschätzt.

  • Immer wieder Miami:

Die NFL kehrt gerne an Orte zurück, an denen es ganzjährig warm ist und der Super Bowl schon ein voller Erfolg war. Miami bzw. Süd Florida ist in dieser Hinsicht Spitzenreiter. Bereits neun Mal fand dort das Endspiel statt. Am 7. Februar 2010 wird wieder dort gespielt. Auch New Orleans beheimatete das Finale neun Mal. Es folgen Los Angeles (sieben Mal), San Diego und Tampa (je drei Mal). Nach Tampa/Florida geht es auch zum Super Bowl XLIII am 1. Februar 2009. Arizona ist zum zweiten Mal Austragungsort.

Also Männer, die ganze Schote wird heute nacht auf ARD ab 0:00 gezeigt. Mit Pausen wird uns das nächtliche Vergnügen insgesamt 4 Stunden lang bespaßen - und außerdem werden wir sicherlich keine Probleme mit der Klospülung haben ;-)

Cheers,

Brustus